„Behördenwahnsinn vs. Hummelmühle – seit über 1 Jahr im Verfahren!“
Öffentliche Stellungnahme von Jan Thomas, Geschäftsführer der Hummelmühle Lockwitz GmbH
Die Hummelmühle Lockwitz GmbH befindet sich seit 2024 in einem verwaltungsrechtlichen Verfahren mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV). Die Behörde prüft die Zulässigkeit der bestehenden Außenwerbung an unserem Standort in Hummelmühle 25, 01731 Kreischa. Als Begründung wird die Lage im sogenannten „Außenbereich“ angeführt, in dem Werbeanlagen grundsätzlich unzulässig sind.
Unternehmensgeschichte – Ein traditioneller Familienbetrieb
Die Wurzeln unseres Unternehmens reichen bis in die frühen 1980er Jahre zurück. Damals begann mein Vater, in der DDR mit der Reparatur von landwirtschaftlichen Bodenfräsen für Dresdner Gemüseerzeuger, Gärtnereien.
In den frühen 1990er Jahren gründeten meine Eltern das Unternehmen. Im Jahr 2008 kam es zu einer Insolvenz und das Unternehmen wurde von einem fremden Eigentümer geführt.
2024 habe ich, Jan Thomas, die GmbH wieder in Familienhand zurückgeführt, um den Betrieb neu auszurichten und langfristig zu sichern.
Auslöser des aktuellen Konflikts
Im Frühjahr 2024 wurde im Zusammenhang mit einem Ladenausbau ein Bauantrag gestellt. Dabei geriet auch unsere seit Jahrzehnten bestehende Außenwerbung ins Blickfeld der LASuV.
Die Behörde betrachtet folgende Schilder als unzulässig:
• Firmenschriftzug
• Kubota-/Herstellerwerbung
• Einbahnstraßen- und Verkehrshinweise auf dem Hof
• Öffnungszeiten- und Hinweisschilder
Begründung: Der Standort liegt im Außenbereich.
Vorgeschlagene Lösung durch die Behörde
Die Behörde schlägt vor, die Schilder nicht am Gebäude, sondern rechts und links im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet, jeweils 20 Meter von der Straße entfernt, aufzustellen.
Aus unserer Sicht wäre dies ein deutlich größerer Eingriff in die Natur, als die bestehenden Schilder am Gebäude. Ökologisch und gestalterisch ist dies fragwürdig.
Situation Grundstück
Der Plan war, das Grundstück 2026 zu kaufen und grundlegend zu sanieren und auszubauen.
Dieser Plan ist aktuell pausiert, aufgrund der Auseinandersetzung mit der LASuV.
Das Mühlenmuseum bleibt für uns zentral: Es bewahrt die regionale Tradition, erzählt die lokale Geschichte und fördert das zukünftige Handwerk.
Unterstützung und Enttäuschung
Ich bin sehr enttäuscht über die fehlende Unterstützung unserer Gemeinde. Wir sind ein ansässiges Unternehmen:
• Zahlen Steuern
• Schaffen Arbeitsplätze
• Beleben die Region und unseren Ort
Trotzdem wird unser Anliegen praktisch nicht berücksichtigt.
Dafür gibt es unterstützende Stimmen auf Landesebene: Ich werde von einer CDU-Landtagsabgeordneten aktiv unterstützt, die sich für mich und den Betrieb einsetzt. Das Thema wurde bereits im Sächsischen Landtag besprochen und es wird geprüft, ob das Straßenbaugesetz angepasst werden muss – eine Maßnahme, die viele Unternehmen im Außenbereich betreffen würde.
Das Sächsische Straßengesetz wird derzeit umfassend modernisiert, man hofft, dass es im Sommer 2026 verabschiedet wird.
Auswirkungen auf unser Unternehmen
Die Hummelmühle Lockwitz GmbH beschäftigt derzeit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ein vollständiges Werbeverbot hätte gravierende Folgen:
• Verlust der Sichtbarkeit für unser Handelsunternehmen
• Gefährdung von Arbeitsplätzen
• Unsicherheit für das Mühlenmuseum, das Tradition, lokale Geschichte und zukünftiges Handwerk repräsentiert. Das Museum hängt direkt an der GmbH: Solange der Betrieb funktioniert, wird das Museum betrieben.
• Sollte die GmbH den Standort aufgeben müssen, würde die Hummelmühle verfallen. Der jetzige Eigentümer würde voraussichtlich keine Sanierung vornehmen und das Objekt würde langfristig ungenutzt bleiben.
• Erschwerung oder Verhinderung der geplanten Übernahme und Sanierung des Grundstücks 2026
Die Vorgehensweise der Behörde zeigt bisher keine erkennbare Lösungsorientierung. Weder die wirtschaftlichen Auswirkungen noch die Sicherung der Arbeitsplätze werden ausreichend berücksichtigt.
Fazit
Als Familienbetrieb stehen wir täglich dafür ein, dass Handwerk, Arbeitsplätze und regionale Tradition gepflegt werden. Das Mühlenmuseum verbindet diese Aspekte und sichert die Geschichte für kommende Generationen.
Trotz der fehlenden Unterstützung durch unsere Gemeinde hoffe ich, dass auf Landesebene eine faire und zukunftsorientierte Lösung gefunden wird, die Betrieb, Arbeitsplätze und das Museum langfristig sichert.
Über uns
Chronik der Hummelmühle
um 1500erste urkundliche Erwähnung der “Hummelmühle“
bis 1990Reparatur von DDR-Bodenfräsen durch Herrn Thomas Sen. in Kreischa OT Kautzsch
1990Gründung der Firma Gartentechnik Henry Thomas in Kautzsch
1991Kauf des Grundstücks “Hummelmühle“ mit Partner aus Würzburg
bis 1992teilweiser Ausbau des Grundstückes
April 1992Gründung der Firma Moto-in Hummelmühle GmbH mit Partner aus Würzburg
1993Fertigstellung der 2. Verkaufshalle und Werkstatt
1993Verkauf der ersten Kubota-Traktoren
1995 Partner aus Würzburg steigt aus
2002Jahrhunderthochwasser im August, Wasserstand in der Firma bis zu 100 cm
2003 Herr Jan Thomas jun. wird Servicemitarbeiter
2008 Insolvenzantrag wegen nicht einbringbarer Forderungen gegen den Partner aus Würzburg
2008Gründung der Firma Hummelmühle-Lockwitz GmbH Jan Thomas wird Geschäftsführer
2008Erhalt des Händlervertrages für die Firma Kubota Deutschland GmbH
2012Erhalt des Händlervertrages von der Firma ANDREAS STIHL AG & Co. KG
2013nächstes Hochwasser, Wasserstand bis zu 50 cm in der Firma
2016Aufstockung auf 10 Mitarbeiter
2017 Aufstockung auf 11 Mitarteiter/Werkstatt
2019 Aufstockung auf 12 Mitarbeiter/Verkauf
2019 Erhalt des Händlervertrages von Honda Garten/Industrie
2023 Aufstockung auf 15 Mitarteiter/Werkstatt
Über uns
Wir als mittelständisches Unternehmen haben eine Firmenphilosophie :
optimale Kundenberatung und gemeinsame Lösungsfindung
hervorragenden Service mit schneller Ersatzteilversorgung und kurzen Wartezeiten
Überbrückung von Instandsetzungen oder Aufträgen mit unserem umfangreichen Mietpark
ständig geschultes Werkstatt-u. Verkaufspersonal
optimal ausgerüstete Werkstatt für alle anfallenden Probleme
unseren bestehenden und wachsenden Kundenstamm bestmöglich zufriedenzustellen